Connecticut

Reservate und Stämme:

Eastern Pequots of North Stonington

Die Eastern Pequots of North Stonington sind ein weiterer Stamm in Connecticut denen die Anerkennung als Stamm im Oktober 2005 verweigert wurde nachdem ihnen diese zuvor zuerkannt wurde. Einsprüche jedoch führten zu dieser neuen Entscheidung. Als Grund wurde angegeben, dass die Eastern Pequots nicht genügend Beweismittel vorlegen konnten, die sie als eigenständige Gruppe oder ihren Einfluss für die Jahre von 1913 bis 1973 bewiesen hätte. Problematisch gesehen wurde auch die Aufspaltung der historischen Eastern Pequots in zwei Gruppen in 1980.

Mashantucket Pequot

Niedergang und Wiedergeburt des Mashantucket Pequot Stammes ist eine der interessantesten Geschichten Nordamerikanischer Indianer.  Wegen ihres ursprünglichen Siedlungsgebiets nahe der Atlantikküste des heutigen Connecticut kamen die Pequots schon früh mit Europäern in Kontakt. 1613 wurden sie zum erstenmal von Holländischen Seglern erwähnt. Ca. 13.000 Stammesmitglieder gab es bevor die Weissen in dieses Gebiet kamen. Durch Krankheiten, die aus Europa mit eingeschleppt wurden, dezimierte sich ihre Zahl innerhalb von 25 Jahren auf etwa 3000. Dann, 1637, kam der sogenannte Pequot Krieg, der sie auf weniger als 1.000 reduzierte. Am Ende des Krieges kam es zu einem Massaker an den Pequots an dem sich nicht nur die Engländer, sondern auch Mohegan-Pequots unter Uncas (ja, es gab ihn doch!), Narragansetts und östliche Niantics beteiligten. Zwischen 300 und 700 Frauen, Kinder und Alte kamen ums Leben, als die Wigwams des Dorfes angezündet wurden. Die jungen Männer waren zur Zeit des Massakers nicht im Dorf.

Überlebende des Stammes feiern heute ein beeindruckendes Come-Back. Der Stamm wurde 1983 wieder anerkannt, Land wurde dazugekauft und eines der erfolgreichsten Casinos der U.S.A. gegründet. Heute verfügt der Stamm über ein ganzes Ressort, bestehend aus dem Foxwood Casino, Hotels und anderen Einrichtungen  in Ledyard. Das Mashantucket Pequot Museum und Research Zentrum wird als die beste Ausstellung über Nordamerikanische Ureinwohner bezeichnet. Die gezeigten Gegenstände beinhalten Sammlungen von 250 Orten und lassen sich zum Teil bis zu 11.000 Jahren zurückdatieren.

Die ca. 600 Stammesmitglieder können sich wegen des plötzlichen Reichtums nicht genug vor Anfragen nach angeblicher Stammesmitgliedschaft retten und haben ein Abkommen mit der Regierung von Connecticut abgeschlossen, nachdem sie mit einem Teil ihres Gewinns dem maroden Bundesland auf die Sprünge helfen. 

Das alljährlich stattfinde Schemitzun Festival, oder "Feast of Green Corn and Dance", zieht Hunderte der besten Indianischen Tänzer und Gesangsgruppen an. Es ist eines der bestorganisierten und bestbesuchten Pow Wow's in Nordamerika und absolut "erlebenswert"! Die ersten Festivals fanden im Civic Center von Hartford, Connecticut statt. Heute hat der Stamm eigene Einrichtungen für das Festival und ein Rodeo in North Stonington geschaffen. Ca. 500 Stämme nehmen jedes Jahr am Schemitzun Festival teil. 

Mohegan Indian Tribe of Connecticut

Einige Jahre nachdem die Mashantucket Pequots anerkannt wurden, gelang dies 1993 auch den Mohegans (oder vielfach in Deutsch als Mohikaner bezeichnet). Die Stammesmitglieder leben in und um Uncasville (auch bekannt als Montville) und betrieben im Jahr 2000 das viertgrösste Casino der Welt. Nachkommen von Unkas, dem berühmten Häuptling, haben  in Uncasville 1931 das Tantaquidgeon Indianer Museum gegründet. Es beschäftigt sich mit der Kultur der Mohegans und anderer Stämme aus den Waldgebieten des Nordostens der U.S.A. Viele Angehörige des ursprünglichen Mohegan Stammes leben heute in Wisconsin.Einige Jahre nachdem die Mashantucket Pequots anerkannt wurden, gelang dies 1993 auch den Mohegans (oder vielfach in Deutsch als Mohikaner bezeichnet). Die Stammesmitglieder leben in und um Uncasville (auch bekannt als Montville) und betrieben im Jahr 2000 das viertgrösste Casino der Welt. Nachkommen von Unkas, dem berühmten Häuptling, haben  in Uncasville 1931 das Tantaquidgeon Indianer Museum gegründet. Es beschäftigt sich mit der Kultur der Mohegans und anderer Stämme aus den Waldgebieten des Nordostens der U.S.A. Viele Angehörige des ursprünglichen Mohegan Stammes leben heute in Wisconsin.

Paucatuck Eastern Pequot

Nicht weit von den Mashantucket Pequots entfernt ist diese kleine Gruppe im südöstlichen Connecticut zuhause. Nur eine Handvoll der ca. 140 Stammesmitglieder lebt im Reservat.

Paugussett Golden Hill

Dieser Stamm ist nur vom Bundesland Connecticut anerkannt und verfügt über zwei kleine Reservate. Sie waren ursprünglich Teil der sogenannten "Wappinger Konföderation" und leben heute weit verstreut von einander.

Schaghticoke

Ebenfalls ein vom Bundesland anerkannter Stamm, der die Wiederanerkennung durch die Bundesregierung anstrebt. Für die Wiederanerkennung als Stamm gibt es genaueste Vorgaben. So muss der nicht anerkannte Stamm beweisen, dass er als selbständige, identifizierbare Gruppe über die Jahrhunderte existiert hat. Er muss ebenso beweisen, dass er von historischen Zeiten bis zur Neuzeit einen verwaltenden und regierenden Einfluss auf seine Mitglieder ausgeübt hat. Dies kann sich über Jahre hinziehen. So haben die Schaghticoke 1981 ihre Ankündigung des Vorhabens auf Anerkennung an das Büro Indianischer Angelegenheiten geschickt. 1994 wurde die offizielle Petition eingereicht. 2004 wurde ihnen mitgeteilt, dass sie alle Kriterien für die Wiederanerkennung erfüllen aber zwei Tage vor Ablauf einer Einspruchsfrist hat der Bundesstaat von Connecticut Einspruch eingelegt. Im Oktober 2005 bekam der Stamm allerdings eine erneute Absage der Anerkennung.   

Die ca. 300 Schaghticoke (where the rivers meet) leben in einem 1752 gegründetem Reservat von 400 Acres Fläche.

Andere Stämme, die in Connecticut beheimatet waren, sind die Mohicans. Sie leben heute in Wisconsin.

 

Legal Information/Rechtliche Hinweise   Copyright © 1998-2008 by Udo Radlhammer Home / Feedback Site Map