Florida

Reservate und Stämme:

Miccosukee

Die Miccosukee sind verwandt mit den Seminole und waren Teil der ursprünglichen Creek Konföderation. Sie sind Nachkommen der nach Oklahoma umgesiedelten Indianer. Der Stamm war lange Jahre nicht anerkannt und lebte als "Landbesetzer" in den Sümpfen von Florida. 1962 wurden sie von der Bundesregierung anerkannt. Das Reservat liegt auf dem sogenannten "Tamiami Tail" (Tampa-Miami) und ist nicht zu verfehlen. Hier in den Sümpfen gibt es sonst nicht viel. Die fast 500 Stammesmitglieder leben hauptsächlich vom Tourismus. Sie betreiben ein Kulturzentrum, eine nachgebaute Miccosukee Siedlung und ein Dorf, welches man mit Booten in den Sümpfen besuchen kann. In der Woche nach Weihnachten findet das "Florida Annual Indian Arts Festival" statt, bei dem Vertreter von über 40 Stämmen zusammenkommen um ihre Kultur zu präsentieren. Westlich von Miami betreibt der Stamm ein Resort Hotel und Casino sowie einen Golfplatz. 

Seminole Tribe of Florida

Sechs Reservate gehören zu diesem ca. 3000 Mitglieder zählenden Stamm: Big Cypress, Brighton, Tampa, Hollywood und Immokalee.  1995 kam noch Ft. Pierce dazu, ein 50 acres umfassendes Reservat im St. Lucie Landkreis. Der Stamm lebt vom Landwirtschaft und Tourismus und betreibt Museen, Casinos, Bingo Hallen und Touren in die Everglades Sümpfe. Traditionelle Häuser der Seminole sind die "Chickees", an den Seiten offene, aber überdachte Holzplattformen. Wenn man durch die Sümpfe fährt oder die Dörfer besucht, wird man immer die Alligatoren im Wasser und Grass bemerken. Neben Schlamm und Wasser ein Grund warum die Holzplattformen, auf denen man sich bewegt, etwa 30 cm über dem Boden angebracht sind.

Die Seminole gehörten zu den sogenannten "Fünf Zivilisierten Stämmen", neben den Cherokee, Choctaw, Chickasaw und Creek. Sie bekamen die geballte Brutalität von Andrew Jackson zu spüren, noch bevor er Präsident der U.S.A. wurde und wurden tiefer und tiefer in die Sümpfe getrieben. Der zweite Seminolen Krieg dauerte 7 Jahre und kostete die U.S. Regierung 20 Millionen Dollar.   Trotzdem knapp 3000 Seminole nach Oklahoma umgesiedelt wurden, sind die in Florida gebliebenen Indianer stolz darauf, der einzige nicht besiegte Indianerstamm der U.S.A. zu sein.

Ursprünglich waren in Florida auch die Timucua und Calusa angesiedelt, die den ersten Kontakt mit den Spaniern fast nicht bis ins frühe 18. Jahrhundert überlebten. Sie wurden vor allem als Sklaven benutzt. 


Ursprüngliches Siedlungsgebiet der Apalachee (siehe Louisiana). Ein Beispiel für ein traditionelles Apalachee Versammlungshaus, welches bis zu 3000 Menschen aufnehmen konnte steht heute in der Mission San Luis in Tallahassee. 

 

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