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IdahoReservate und Stämme:Coeur d'AleneAuch wenn es hier nichts besonderes "indianisches" zu sehen gibt, so ist die Gegend mit ihren endlosen Wäldern und Seen sehr beeindruckend. Der Stamm war einer von 25 semi-nomadisch lebenden Stämmen des Plateaus im Westen der U.S.A. Fort HallHier fanden die Northern Shoshone und Bannock Stämme ein Heim. Ursprünglich 1.8 Millionen Acres gross, ist das Reservat inzwischen auf 544,000 Acres geschrumpft. Es liegt im südöstlichen Idaho in der Nähe der Stadt Pocatello. Der Stamm hat eine sehr interessante Geschichte, die man sich mit einem Besuch am nahegelegenen Snake Fluss und einem Abstecher am Massacre Rocks State Park am besten vorstellen kann. Durch dieses Gebiet führte der Oregon Trail mit seinen Tausenden von landhungrigen Siedlern und stiess dabei immer wieder auf die Shoshone Indianer. Hier mussten die Wagen der Siedler durch enge Passagen riesiger Felsbrocken einen Weg nach Westen finden. In den Erzählungen ist zu lesen, dass die im Wagen sitzenden Frauen mit bloßen Händen die Felsen beim Durchfahren berühren konnten. Heute ist wegen des Autobahnbaus davon vieles verschwunden. Man kann nur an den Steilküsten des mächtigen Flusses stehen und versuchen sich diese Zeit vorzustellen. Wenn man Glück hat ist das Stammesmuseum geöffnet, welches in Fort Hall liegt und nicht zu übersehen ist. Kitsch und Kunst kann man in der Tankstelle und den Geschäften gegenüber kaufen. Die ursprüngliche Stelle an der das Fort Hall stand ist nur mit indianischem Führer und Genehmigung zu besuchen. Eine sehr authentische Rekonstruktion des Forts steht südlich von Pocatello und ist wirklich einen Besuch wert. Besonders interessant ist auch das alljährliche Shoshone-Bannock Indian Festival, welches am zweiten Augustwochenende stattfindet. Auch in diesem Reservat angesiedelt wurden die Lemhi, ein eigentlich sehr friedliebender Stamm, aus dem Sacajawea hervorging, die mit Lewis und Clark den amerikanischen Westen erforschte. Den Stamm traf wie so viele andere die Zwangsumsiedlung und Vermischung mit anderen Stämmen. Ursprünglich hatten die Lemhi ein kleines 105 Acres grosses Reservat im Lemhi Valley bekommen. 1907 wurden die 474 Lemhi jedoch zum Umzug nach Fort Hall gezwungen. Einige sind jedoch wieder in ihr Tal zurückgewandert von denen es heute nur noch etwa ein Dutzend gibt. Für das zu Unrecht verlorengegangene Land bekamen alle Shoshone 1963 15.3 Millionen Dollar zugesprochen. 8.8 Millionen Dollar gingen dabei an die Fort Hall Shoshone-Bannock, die 75% davon auf die Stammesmitglieder aufteilten. 1971 wurden nochmals 4.5 Millionen Dollar für den Verlust des Lemhi Reservats bereitgestellt, welches wiederum zu 75% auf die Stammesmitglieder verteilt wurde. KootenaiFast an der kanadischen Grenze im nördlichen Idaho leben hier ein paar Hundert Mitglieder des Kootenai (auch Kutenai at Bonners Ferry) Stammes, einer der vielen Plateau Völker die mit Fischen und Jagen ihr Dasein fristeten. Sie sind bekannt für ihre Korbflechtarbeiten und als besonders begabte Reiter von Pferden. Der Stamm kam 1974 in die Schlagzeilen, als er offiziell der U.S.A. Krieg erklärte. Präsident Gerald Ford richtete daraufhin ein 12.5 Acres grosses Reservat ein, welches dem Stamm neue Häuser, Strassen und ein Stammeszentrum verschaffte. Nez PerceHier kann man sich einige Tage aufhalten und immer Neues zur Stammesgeschichte lernen. Sehr bekannt durch das Züchten der Appaloosa Pferde sind die Nez Perce in einem Teil ihres angestammten Gebietes and der Grenze zu Oregon und Washington zuhause. Dennoch verloren sie ihr geliebtes Wallowa Tal im Osten von Oregon als die Regierung sie zwingen wollte sich im Reservat niederzulassen. Im Nez Perce National Historic Park kann man an 24 historischen Plätzen ihre Flucht vor der Amerikanischen Armee nachvollziehen, wie zum Beispiel dem White Bird Battlefield. Mit der Verfilmung von Chief Josef's Flucht durch den Nordwesten der USA und seinen Worten "Ich kämpfe niemals wieder" hat der Stamm Bekanntheit über die Grenzen der USA hinaus erreicht. Wenn man mehr Zeit hat, kann man auch die gesamte Strecke der Flucht nachempfinden und über den Lolo Pass, dem alten Lewis und Clark Trail folgend, nach Montana weiterfahren. Hier befindet sich das Big Hole National Battlefield, wo man durch die aufgestellten Holzgestelle der Tipi's hindurchlaufen kann und beim Lesen der Informationsbroschüre ein bisschen nachempfinden kann, wie es diesen armen Menschen damals ergangen sein muss. In Spalding, der Hauptstadt des Stammes lohnt ein Besuch im Kulturzentrum sowie der archäologischen Stätten von Lenore, die vor 10.000 Jahren von den Vorfahren der Nez Perce bewohnt wurden. Am dritten Wochenende im Mai findet in Kamiah das traditionelle Erntedankfest der Nez Perce statt bei dem der Stamm dem Schöpfer für die Wurzeln danken will, die zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Nahrung geworden sind. Der Termin wird allerdings ja nach saisonbedingten Gegebenheiten geplant. Wie bei allen indianischen Festen ist es auch hier ratsam sich vorher beim Stammesrat- bzw. der Verwaltung zu erkundigen, wann die genauen Termine sind. ShoshoneBevor die Weissen in das Land der Shoshone (Shoshoni) kamen lebten diese im östlichen California, östlichen Oregon, Nevada, südlichen Idaho, nördlichen Utah und westlichen Wyoming. Obwohl sie die gleiche Sprache sprechen unterscheiden sich ihre Lebensumstände drastisch voneinander. Man unterscheidet drei Hauptgruppen. Westliche Shoshone: Sie lebten im Great Basin und waren meist Jäger und Sammler. Nördliche Shoshone: Sie lebten im Columbia River Plateau und waren Sammler aber auch Bisonjäger. Östliche Shoshone: Sie nahmen den Lebensstil der Völker der Grossen Ebenen an und lebten von der Bisonjagd.
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