Maine

Reservate und Stämme:

Houlton Band of Maliseet

Dieses Reservat ist das nordöstlichste Reservat der U.S.A. Es liegt direkt an der Grenze zu Canada. Der Stamm lebt zu beiden Seiten der Staatsgrenze. Während es hier etwas über 500 Stammesmitglieder gibt, sind in Canada über 3000 Maliseet in sieben Untergruppen organisiert.  Der Stamm erhielt für den Verlust seines Gebietes 900.000 Dollar um bis zu 5000 Acres Land zu kaufen. Heute ist die Arbeitslosigkeit in diesem entlegenen Gebiet teilweise über 50% hoch.

Indian Township

Das Indian Township Reservat umfasst insgesamt 23.000 Acres und ist durch zwei Teile räumlich von einander getrennt. Hier leben die Passamaquoddy.   Erst 1980 hatten die Passamaquoddy und Penobscot Nationen von Maine eine acht Jahre dauernde gerichtliche Auseinandersetzung gewonnen. Die beiden Indianerstämme wurden daraufhin für den Verlust von 12 Millionen Acres Land kompensiert.

Micmac

Zum Stamm der Micmac gehören ca. 25.000 Mitglieder in Maine und Canada. Sie leben verstreut im Nordosten, verfügen jedoch über grössere Ansiedlungen in Houlton und Presque Isle. Sie wurden 1991 von der U.S. Regierung als Stamm anerkannt und haben nach dem Vertrag von 1794 das Recht auf freie Grenzüberschreitung zwischen Canada und den U.S.A.  Micmacs lebten von der Jagd und dem Fischfang und waren Verbündete der Penobscot, Passamaquoddy und Maliseet.

Pleasant Point

Dieses Reservat wurde schon früh vom Commonwealtch of Massachusetts gegründet und 1820 vom Bundesstaat Maine anerkannt. Es liegt am östlichsten Punkt der U.S.A. und bietet für den Stamm der Passamaquoddy die Heimat. Der Stamm hat ein eigenes Alphabet aus 17 Buchstaben entwickelt und sichert damit  das Überleben der Stammessprache.  In Perry gibt es ein Museum und Forschungszentrum in dem man die ursprünglichen Behausungen und Kanus des Stammes besichtigen kann.

Penobscot

Die Penobscot (where the rocks spread out)  lebten ursprünglich in diesem Gebiet auf Inseln im Penobscot Fluss. Das Reservat mit einer Fläche von über 4.000 Acres umfasst 146 Inseln im Fluss. Die Penobscot sind einer der Stämme, die nie mit der U.S. Regierung verhandelt haben und sich auf Verträge mit den einstigen Kolonialmächten berufen, die 1820 vom Bundesland Maine anerkannt wurden. Old Town und Indian Island liegt nördlich der Stadt Bangor. Beim reinen Durchfahren erinnert hier nichts offensichtlich an ein Indianerreservat, wie man es im Westen der U.S.A. kennt. In den Nachbardörfern trifft man auf verwunderte Gesichter, wenn man nach Indianern oder Indianerreservaten fragt.  Erst 1954 erhielten die Penobscot in Maine Wahlrecht. 1972 schlossen sie sich den Passamaquoddy in ihrer Klage auf Entschädigung für verlorengegangenes Land an und erhielten etliche Millionen Dollar von Regierung und Bundesland.

Die in Maine lebenden Stämme teilen ihre Kultur als Wabanaki (people of the land of the dawn). Dazu gehören die Passamaquoddy, Penobscot, Maliseet, Micmac, die Abenaki von Quebec und die Abenaki von Maine. Viele von ihnen lebten in Wigwams aus Birkenrinde in den Wäldern von Maine. Die Westlichen Abenaki leben in Vermont und sind 2006 als Stamm wiederanerkannt worden. 

 

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