Oregon

Reservate und Stämme:

Burns Paiute

Etwa 250 Mitglieder der Paiute leben in diesem Reservat im zentralen Oregon. Es wurde 1863 gegründet.

Grand Ronde

Von 1853 bis 1855 wurden verschiedene Verträge mit Stämmen in Oregon unterzeichnet. 1856 wurden die Stämme der Chasta, Kalapuya, Molalla, Rogue River und Umpqua in Gand Ronde zusammengefasst. 1954, während der grossen Auflösungsperiode der Stämme durch die Regierung hörten diese Stämme auf dem Papier auf zu existieren. Sie wurden allerdings 1983 wieder anerkannt. Heute leben die Stämme von der Holzindustrie im Reservat, welches in einer einzigartigen Waldlandschaft nahe der Pazifikküste liegt. Der Stamm hat ebenfalls in der Ortschaft Grand Ronde ein gutgehendes Casino eröffnet.

Klamath

1864 wurde das Klamath Reservat für Angehörige der Klamath, Modoc, Pit River, Shasta und Northern Paiute, sowie Yahooskin Band of Snake Indians geschaffen. Sie wurden mit dem Namen "Klamath" zusammengefasst. Der Ursprung des Namens ist nicht gesichert. Mit dem Vertrag gaben die Indianer den Titel zu 13 Millionen Acres Land auf. Für den Verlust des Landes wurden dem Stamm 1964 2,5 Millionen Dollar und 1969 weitere 4,2 Millionen Dollar zugesprochen.  Der Klamath Stamm wurde auch 1954 aufgelöst und erst wieder 1986 anerkannt. Er lebt in seinem ursprünglichen Siedlungsgebiet und bemüht sich seine einstigen Gebiete wiederzubekommen. Klamath, Klamath See und Klamath Wasserfälle liegen alle im südlichen Oregon, etwa 80 Kilometer nördlich der Grenze zu California. Wenn man nicht aufpasst, ist man schon durchs Reservat durchgefahren! Die Gegend mit ihren Wäldern und Seen ist absolut sehenswert. In diesem Gebiet findet man auch viele Hinweise auf frühere Kulturen die vor etwa 14.000 Jahren hier gelebt haben.

Siletz

chinnook.jpg (20999 Byte)Die vereinigten Stämme der Siletz bestehen aus 27 verschiedenen Stämmen und Gruppen. Sie haben ihre Anerkennung nach der Auflösung im Jahre 1955 als zweiter Stamm der U.S.A. und als erster Stamm Orgeon's 1977 wiedererlangt. Ursprünglich wurde das Reservat für 24 verschiedene Gruppen geschaffen, deren Gebiet vom nördlichen California bis zum südlichen Washington zwischen der Küste und der Cascades Gebirgsregion lag. Dazu gehörten die Alsea, Chastacosta, Chetco, Chinook, Kusa, Siuslaw, Shasta, Umpqua, Macanotin, Joshua, Coquille, Tutuni, Molalla, Tillamook, Rogue River, Dekubetde, Kwatami (Sixes), Galice Creek, Salmon River, Kalapuya, Naltnatunne, Yaquina, Yuki, und Klickatat. Unverständlicherweise wurden alle Stämme gleich behandelt und man berücksichtigte überhaupt nicht, dass viele dieser Stämme ursprünglich Feinde untereinander waren. Heute lebt der Stamm vom Tourismus und der Holzindustrie und ist einer von 23 Stämmen in den U.S.A., die zum einem Selbstregierungsprojekt gehören. Der Stamm betreibt das Chinook Casino an der Pazifikküste im nahen Lincoln City.  Das Reservat liegt mehr im Landesinneren im Tal des Siletz Flusses. Während die Fahrt dorthin durch wunderschöne Wälder entlang des Flussufers führt, hat der Kahlschlag inzwischen ziemliche Spuren hinterlassen. Die Wiederanerkennung wird jedes Jahr mit einem grossen Pow Wow  im August gefeiert.

Tillamook

Die Tillamook wurden durch Krankheiten und die Auswirkungen der Besiedlung dahingerafft. Die meisten Überlebenden lebten ohne Land in ihrem einstigen Gebiet im nordwestlichen Oregon weiter. Es gibt heute keine offiziellen Gruppen oder Bestrebungen auf Wiederanerkennung als Stamm. Alles was geblieben ist, ist der gleichlautende Name der Ortschaft Tillamook und des Flusses an der Pazifikküste. Man kann sich zumindest bei einer Rundfahrt entlang der Küste vorstellen, wie hier das Leben vor dem Eindringen der Weissen ausgesehen haben muss.

Umatilla

Die Umatilla setzen sich aus den Cayuse, Walla Walla und natürlich den Umatillas zusammen. Ihr Reservat umfasst 246.000 Acres an den Ausläufern der Blauen Berge und liegt östlich von Pendleton. Wenn man sich für Rodeos interessiert, kann man beim Besuch des Pendleton Round-Ups auch das Reservat kennenlernen.

Warm Springs

wsprin_s.jpg (12645 Byte)1855 wurde das Reservat für die Wascos und Sahaptin sprechenden Gruppen des oberen und unteren Deschutes gegründet. Später zogen auch Gefangene der Paiute ins Reservat, welches heute 640.000 Acres umfasst. Etwa 3000 Mitglieder der Wasco, Warm Springs (oder früher Walla Walla genannt) und Paiute leben heute hier in einer aufstrebenden Gemeinde.

Der Stamm ist bekannt für seine umweltverträglichen Modelle der Holzwirtschaft und unterhält Skigebiete für den Einzugsbereich von Portland. Ein Museum und etliche Feste und Pow Wows bieten Touristen Unterhaltung und Information, während sie an den Seen   und Flüssen kampieren, fischen und wandern. Der Stamm unterhält nahe der Ortschaft Warm Springs das "Kah-Nee-Ta" Touristenzentrum, welches aus Hotel, Konferenzzentrum, Casino und Freizeitpark besteht. Das Museum bietet neben Multimediavorführungen auch eine eindrucksvolle Kleidersammlung und zeigt die verschiedenen Unterkunftsformen der drei Stämme. Neben der Fortwirtschaft und dem Touristenzentrum besitzen die Stämme noch ein Wasserkraftwerk und eine Radiostation. Trotz des grossen Reservats und dem ökonomischen Erfolg des Stammes darf man nicht vergessen, dass die Stämme fast 10 Millionen Acres Land an die U.S.A. abgeben mussten. Das war 1855. Davor lebten die Stämme seit 10.000 Jahren in Siedlungen im Tal des Columbia Flusses (Wasco)  und entlang des Deschutes Flusses (Walla Walla).  Die Paiute kamen nach dem sogenannten Schlangenkrieg von 1866-1868 als Kriegsgefangene ins Internierungslager von Fort Vancouver. Nachdem sie 10 Jahre eingesperrt waren, wurden sie mit den anderen beiden Stämmen im Warm Springs Reservat vereint. Sie stammen ursprünglich aus dem südöstlichen Oregon.

Die Stämme am Columbia Fluss lebten Hunderte von Jahren vom Lachsfang, hier vor allem an den Celilo Wasserfällen. 1957 wurde dann der Dalles Damm fertiggestellt, welcher diese und andere Stellen des Lachsfanges flutete. Die Vereinten Stämme von Warm Springs wurden dafür mit 4 Millionen Dollar entschädigt.

Für viele Stämme im Einzugsbereichs des Columbia River, und vor allem für die Wasco und Walla Walla, hat der sich nahe dem Fluss erhebende Mount Hood und die angrenzende Wildnis eine zentrale religiöse Bedeutung.

Oregon verfügt noch über ein paar kleinere Reservate wie das Reservat der Confederated Tribes of Coos, Lower Umpqua, and Suislaw Indians; das Reservat des Coquille Indian Tribes; das Reservat des Cow Creek Band of Umpqua Tribe of Indians.

 

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