Utah

Reservate und Stämme:

Goshute

Das Reservat für die zusammengeschlossenen Stämme der Goshute wurde 1863 per Vertrag gegründet. Es leben hier etwa 450 Stammesmitglieder und das Reservat erstreckt sich über die Grenzen von Utah und Nevada. Über die Goshute ist nicht viel bekannt, ausser dass sie sich aus vielen verstreut lebenden Gruppen zusammensetzen, die in der Vergangenheit Goshute, Gosiute oder ähnlich klingend genannt wurden. Sie werden den westlichen Shoshone zugerechnet.  Nachdem ihnen ihr Land streitig gemacht wurde, überfielen die Goshute Postkutschen und Postreiter. Sie wurden jedoch von der U.S. Armee vernichtend geschlagen und schlossen 1863 einen Vertrag mit der U.S.A. ab. Nach dem Vertrag sollten Reservate vom Präsidenten  geschaffen werden, "je nachdem wie er sich dazu veranlasst sieht". Das geschah dann auch nicht bis ins 20. Jahrhundert.

Das Goshute Reservat liegt sehr isoliert und bietet keine Möglichkeiten für wirtschaftliche Tätigkeiten. Die Arbeitslosigkeit stellt eines der Hauptprobleme im Reservat dar. Noch schlimmer ist die Situation im Reservat der Skull Valley Goshute (siehe weiter unten).

Paiute

Die Paiute lebten ursprünglich in fünf Gruppen in Utah, Arizona, Nevada und California. Hierzu gehören der Paiute Indianer Stamm von Utah, der Moapa Paiute Stamm, die Kaibab Paiute, die Las Vegas Paiute Kolonie und der San Juan Paiute Stamm.  Es gibt noch eine weitere Gruppe, die Pahrump, die noch nicht wieder anerkannt wurden. Der Stamm aus Utah wurde von der Regierung 1954 aufgelöst und erst 1980 wieder anerkannt. Die Wiederanerkennung wird nun auch jedes Jahr im Juni gefeiert. Das Reservat ist nicht ein einheitliches Stück Land,  wie bei anderen Stämmen, sondern besteht aus sieben kleinen Flächen, die alle von Cedar City aus, im Südwesten von Utah, verwaltet werden. Wie schon erwähnt sind die Paiute vor allem für ihre Korbflechtarbeiten bekannt.

Skull Valley

Eine weitere Gruppe der Goshute Indianer lebt südwestlich von Salt Lake City. In diesem Gebiet ist nicht viel los, vorallem nicht seit eine Raketentestbasis 1998 geschlossen wurde. Es gibt 127 Stammesmitglieder (Stand vom November 2002) und damit bildet die Skull Valley Band of Goshute Indians eine der kleinsten und ärmsten Stammeseinheiten der U.S.A.  Casinos sind in Utah nicht erlaubt und damit ist der Stamm nicht in der Lage seine Situation zu verbessern. 

Im Gegensatz zu den meisten anderen 562 von der U.S. Regierung anerkannten Stämme versucht man sich hier nun durch die Aufnahme von radioaktiven Müll eine bessere Zukunft zu erkaufen. Bis das Endlager in Yucca Mountain im Bundesstaat Nevada 2010 aufmachen kann, vergeht noch viel Zeit und die Goshutes hier haben der U.S. Regierung angeboten, den Müll aufzunehmen, was in Utah und bei den anderen Goshutes höchst umstritten ist. Die Befürworter dieses Deals haben dabei eine höchst interessante Ansichtsweise entwickelt, nämlich, dass die Aufnahme des Mülls spirituellen Wert hätte. Der Abbau von Uran findet nämlich in den Minen der Navajo's in Arizona statt und kommt nun als Müll wieder in ein Reservat zurück. Es wurde der Mutter Erde entrissen und sucht nun einen Platz um zu Ruhen. Wir sind die Beschützer der Erde und wer ist besser in der Lage diese Aufgabe zu übernehmen als Indianer? (frei übersetzt, die Aussage vom Stammesführer Bear)

Die Goshutes sind verwandt mit den Shoshone Indianern und es gab einst 20.000 Goshutes, die über 3 Millionen Acres Wüstenland verfügten. 

Im Reservat lebten im August 2002 ca. 25 Stammesmitglieder. Die anderen sind wegen ihrer Jobs weggezogen. 

Uintah und Ouray

Hier leben die westlichen Verwandten der Ute aus Colorado. Drei Gruppen - die Uintah, Uncompahgre (Tabeguaches) und Whiteriver Ute fanden hier 1880 ein zuhause, nachdem sie vorher unter schwerer militärischer Bewachung Colorado verlassen mussten. Damit mussten die nördlichen Ute ihr geliebtes Bergland verlassen und in die Halbwüste von Utah umziehen. Heute wird das ursprüngliche Gebiet in Colorado als Ski-Gebiet mit der Beschreibung "Schweiz der U.S.A." vermarktet. Nachdem die Ute aus Colorado vertrieben und für das verlorene Land nicht entschädigt wurden, verklagten sie im 20. Jahrhundert die Regierung und gewannen den Prozess. Die Entschädigung von 32 Millionen Dollar wurde auf die verschiedenen Gruppen aufgeteilt. Das Reservat besteht aus zwei grossen Flächen von denen die Ute jedoch nicht mehr alles kontrollieren.

Wie ihre östlichen Verwandten führen auch diese Gruppen hier den Sonnentanz in entlegenen Tälern des Reservats durch. Auch der "Bear Dance" findet im Frühjahr statt und in Fort Duchesne wird jedes Jahr ein grosses Pow Wow am 4. Juli durchgeführt. Der Stamm ist heute sehr aktiv damit beschäftigt seine wirtschaftliche Situation zu verbessern und unternimmt Anstrengungen im Mineralienabbau, der Forstwirtschaft und dem Ackerbau.

Navajo

Im südlichen Teil von Utah reicht das riesige Reservat der Navajos aus Arizona bis zum San Juan Fluss.

Shoshone

Im äussersten Norden von Utah waren noch Stammesmitglieder der Nordwestlichen Shoshone zuhause. Leider gibt es aber keine Stammesmitglieder mehr.

 

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