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WisconsinReservate und Stämme:Traditionell lebten die Chippewa , oder Ojibwa, vor 500 Jahren in der Gegend östlich des Lake Superior und nördlich des Lake Huron. Der Fischreichtum der Grossen Seen und das Wild in den Wäldern ermöglichte es diesem Stamm sich auszudehnen und zu vermehren. Es gibt heute etwa 200.000 Mitglieder, die in über 100 Reservaten und Siedlungen in Michigan, Wisconsin, Minnesota, North Dakota und Montana leben. Auch in den kanadischen Provinzen von Ontario, Manitoba und Saskatchewan leben Ojibwa. Während der Name Ojibwa "those who make pictographs" bedeutet, bezogen auf die Zeichnungen die sie auf Baumrinden malten, nennen sich die Indianer selbst "Anishinabe". Die Zeichnungen wurden für das Aufzeichnen von Informationen verwendet und damit gehören die Anishinabe zu den wenigen indianischen Völkern die eine Form des Schreibens benutzten.Die Chippewa Stämme von Wisconsin sehen sich heutzutage immer öfter mit Weissen konfrontiert, die ihre vertraglich zugesicherten Rechte auf den Fischfang in Frage stellen wollen. Traditionell fischten die Chippewa nachts mit Booten und Fackeln. Heute wird das mit modernen Lampen gemacht und die Anwohner der Seen werfen den Indianern vor die Fischbestände zu dezimieren. Obwohl der oberste Gerichtshof der U.S.A. dieses Recht 1983 bestätigte, versammeln sich immer wieder Gruppen von Nicht-Indianern um lautstark und handgreiflich gegen das Fischen zu protestieren. Bad River1700 der 5000 Stammesmitglieder "Bad River Band of Lake Superior Chippewa Indians" leben im äussersten Norden von Wisconsin am Lake Superior. Das Reservat ist 55.000 Acres gross und ist bedeckt mit Wald und Feuchtgebieten. In Odana verfügt der Stamm über ein Museum und einen Komplex der sich mit der Kultur der Chippewa befasst. Forest County PotawatomiFast 500 Potawatomi sind in diesem Reservat, welches über 11.000 Acres umfasst, zuhause. Insgesamt gibt es fast 800 eingeschriebene Stammesmitglieder. Lac Courte OreillesDas Reservat wird kurz LCO genannt und ist die Heimat für etwa 3000 der 5800 "Lac Courte Oreilles Band of Lake Superior Chippewa Indians of Wisconsin". Das Reservat wurde mit dem Vertrag von La Pointe im Jahre 1854 geschaffen und umfasst besondere Rechte für die LCO Indianer. Heute hat der Stamm seine wirtschaftliche Situation wesentlich verbessert und betreibt ein Forstunternehmen und verschiedene Firmen. Während des gesamten Jahres gibt es Pow Wows und andere Veranstaltungen im Reservat. Lac du FlambeauDies ist die Urlaubs- und Ausflugsgegend im nördlichen Wisconsin in dem Stammesmitglieder der Ojibwe oder Anishinaabe leben. 2004 gab es über 3300 Stammesmitglieder von denen über 1700 im Reservat lebten, aber im Sommer wird diese Zahl durch die Touristen vervielfacht. Das Reservat umfasst 98.000 Acres und beinhaltet zahlreiche Seen und Wälder. In Lac du Flambeau unterhält der Stamm ein Museum und ein rekonstruiertes Dorf der Indianer. Bingo, Casinos und der Tourismus bringen die notwendigen Einnahmen. MenomineeDie Menominee leben noch in ihrem traditionellen Stammesgebiet im nordöstlichen Wisconsin. Die Spuren ihrer Vorfahren reichen bis zu 5000 Jahre zurück. Eindringende Weisse versuchten die Menominee zu überreden ihr Gebiet zu verkaufen und nach Westen zu ziehen. Nur der Verhandlungsfähigkeit ihres Führers, Häuptling Oshkosh, verdanket der Stamm heute sein Reservat, welches 1854 geschaffen wurde. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte die US Regierung die Unterstützung der Indianer zu kappen und löste den Stamm offiziell auf. 1975 endlich erreichte man die Wiederanerkennung. Der Stammesname bezieht sich auf den wilden Reis, der hier an den Seen wächst und geerntet wird. Etwa 3900 der 6400 Stammesmitglieder leben im Reservat, welches 235.000 Acres umfasst und aus landschaftlich reizvollen Seen, Flüssen und Wäldern besteht. Da der Stamm zum Grossteil von der Holzwirtschaft lebt, unterhält man in Neopit ein Holzfällermuseum. Casinos und Tourismus sind die anderen beiden Einnahmequellen des Stammes. Oneida1820 zog diese Gruppe der Oneida von New York nach Wisconsin, nachdem sie dort ihr Land durch Krieg und Betrug verloren hatten. Der Stamm gehört zur Iroquois Konföderation die im Bundesstaat New York angesiedelt ist. Ca. 5000 Stammesmitglieder leben im 2900 Acres umfassenden Reservat im östlichen Wisconsin. Das Oneida Stammesmuseum zeigt eine nachgebaute Oneidasiedlung mit einem Langhaus und demonstriert die Lebensweise des Stammes. Red CliffDas Reservat ist die Heimat für die "Red Cliff Band of Lake Superior Chippewa Indians". Ca. 1500 der 3000 Mitglieder leben im 8000 Acres umfassenden Reservat. St. CroixDie St. Croix Chippewa leben seit der Gründung 1938 im fast 2000 Acres umfassenden Reservat. Etwa die Hälfte der fast 1300 Indianer leben im Reservat selbst, welches keine einheitliche Fläche bildet, sondern aus kleineren Grundstücken im Westen von Wisconsin besteht. Sokaogon Chippewa Community (Mole Lake)Das 2000 Acres umfassende Reservat liegt im nordöstlichen Wisconsin und ist das Herz des "Wilden Reis Landes". Etwa 400 Mitglieder der Mole Lake Band of Sokaogon Chippewa leben hier und betreiben mehrere Casinos. Stockbridge1856 kaufte die USA einen Grossteil des Menominee Reservats ab und errichtete darauf ein Reservat für die Stockbridge (Mohican oder Mahican) und Munsee Stämme. Die Mohicans stammten ursprünglich aus Massachusetts, zogen weiter nach New York und Connecticut und wurden schliesslich mit anderen Stämmen nach Wisconsin umgesiedelt. Die Mohican lebten ähnlich wie ihre Nachbarn die Mohawk und andere Stämme in festen Dörfern aus Wigwams und Langhäusern, die von Palisaden umgeben waren. Sie besiedelten das Gebiet zwischen Manhattan und dem Lake Champlain im Norden. Um 1734 liessen sie sich in Stockbridge, Massachusetts nieder, daher auch heute der heutige Name. In Indiana, zwischen 1818 und 1821, vereinigten sie sich schliesslich mit den Munsee, mit denen sie sprachlich verwandt waren. Ein Teil des Stammes lebt noch heute auf einem Teil ihres ursprünglichen Landes in Connecticut. Um die Rückgewinnung von 600 Acres dieses Landes kämpfen die Mohicans bis heute. Heute sind die Mohicans es leid zu hören, dass ihr Stamm durch den Tod Uncas' ausgestorben ist. James Fenimore Cooper's Roman "Der letzte Mohikaner" hat den Stamm und die Geschichte schlichtweg falsch dargestellt. Winnetou lässt grüssen! Die Munsee Die Munsee waren ursprünglich ein Delaware Stamm und mit den Mohicans in Stockbridge zählt man heute ca. 1600 Mitglieder. Traditionell lebten die Munsee, Delaware, oder wie sie ursprünglich hiessen, die Lenape, in New Jersey, New York, Pennsylvania und Delaware. Sie waren unter den ersten Indianern auf die die Europäer trafen, als sie in Nordamerika landeten. Um 1670 waren die Lenape durch eingeschleppte Krankheiten aus Europa schon um 90% dezimiert. Landhungrige Iroquois und Weisse schiesslich drängten die Lenape weiter nach Westen, wo sie in von Ohio nach Indiana, weiter nach Kansas und schliesslich nach Oklahoma umgesiedelt wurden. Heute leben die etwa 13.000 Delaware oder Munsee in Canada, Wisconsin und Oklahoma. Einige nichtanerkannte Gruppen leben auch in anderen Staaten, wie New Jersey, Pennsylvania und Kansas.WinnebagoEin Grossteil des Winnebago Stammes wurde in einer 12 Jahre dauernden Periode in drei verschiedene Bundesstaaten umgesiedelt, bevor die Hälfte von ihnen wieder nach Wisconsin kamen und sich weigerten weiterzuziehen. Die andere Hälfte des ursprünglichen Stammes lebt heute in Nebraska. Der Stamm zählt ca. 5000 Mitglieder. Der Stamm selbst nennt sich inzwischen Ho-Chunk und betreibt verschiedene Bingo-Hallen und Casinos. Sie haben heute in Wisconsin kein Reservat mehr, konzentrieren sich aber in einigen Städten wie Black river Falls.
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